Wann setzten sich Majoritätsangehörige für Minoritäten ein?

Andreas Collandi

Jan Masuhr

Wann setzten sich Majoritätsangehörige für Minoritäten ein?

Schriftenreihe des Instituts Dr. Bartoschek - Band 4

ISBN: 978-3-96285-021-0
1. Auflage 2019
Buch, Softcover, 45 Seiten
Format: 14,8 x 21 cm
Preis: 10,00 EUR
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Jan Masuhr (M.Sc. Psychologie) arbeitet als Gerichtsgutachter im Ruhrgebiet. Dabei stellt sich ihm auch im Kontext seiner Arbeit immer wieder die Frage: Wie können, wie wollen wir zusammen leben – auch über interkulturelle Grenzen hinweg. Seine vorliegende Publikation widmet sich eben dieser Frage, mit einem Fokus auf die Flüchtlings-Problematik.

Kaum ein anderes Thema polarisiert seit Jahren die europäische und auch die deutsche Gesellschaft wie das Thema Flüchtlinge. Im Zentrum der Diskussion steht die Frage, wie wir mit den Menschen umgehen, die durch Krieg aus ihrer Heimat vertrieben wurden. Immer lauter werden einerseits Forderungen nach Ausgrenzung und Abschiebung. Andererseits wird eingefordert, dass wir Europäer auf die geflüchteten Menschen zugehen und sie in unsere Gesellschaft integrieren sollen.

Aber was genau macht eine erfolgreiche Integration aus? Ein grundlegender, wenn auch wenig überraschender Befund ist, dass Integration keine Einbahnstraße ist. Integration erfordert ein aufeinander Zugehen der Kulturen und somit auch Bemühungen der Majoritätsbevölkerung. Verkuyten und Martinovic (2015) haben die Vermutung aufgestellt, dass eine gemeinsame nationale Identität, die sowohl die Majoritäts- wie auch die Minoritätsbevölkerung umfasst, grundlegend für verschiedene Formen des Hilfeverhaltens von Majoritätsangehörigen gegenüber Minoritäten ist.

Die vorliegende Arbeit untersucht, ob sich dieses in den Niederlanden empirisch bestätigte Modell auch auf die deutsche Majoritätsbevölkerung, mit Blick auf die muslimische Minderheit in Deutschland, anwenden lässt.