Heinrich Heine und der Wahlspruch seiner Loge

Andreas Collandi

Jens Oberheide

Heinrich Heine und der Wahlspruch seiner Loge

Der Dichter, Denker und Satiriker als Freimaurer

ISBN: 978-3-943539-98-1
1. Auflage 2018
Buch, Softcover, ca. 200 Seiten
Format: 12 x 19 cm
Preis: 14,00 EUR
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Gibt es über Heinrich Heine (1797–1856) noch etwas zu sagen, was bisher noch nicht gesagt wurde? Als Dichter, Denker, Schriftsteller, Satiriker und Pionier des kritischen Journalismus hat er derart historisch bedeutende Spuren hinterlassen, dass man meint, alles sei bereits umfangreich gewürdigt.

Sogar intime Befindlichkeiten, wie etwa, dass er, «halb Jude, halb Heide», selbstquälerisch gefühlt und gelitten hat, wie sein Freund Heinrich Laube in seinen «Erinnerungen» (1875) anmerkt, dass er mit seinem Übertritt zum Christentum offenbar nicht viel mehr erwerben wollte, als ein «Entréebillet zur europäischen Kultur» (wie Heine selbst bekennt) und dennoch auf der Suche nach einem «himmlischen Intendanten» (Heine) blieb. Heinrich Laube (1806–1884) bringt in diesem Zusammenhang die Sehnsucht «nach dem geheimnisvollen Reize irgendeines Kultes» ins Spiel. Hat solche Sehnsucht Heinrich Heine letztlich zur Freimaurerei geführt?

Bis in die siebziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts haben wir von einer Logenzugehörigkeit des Dichters überhaupt nichts gewusst, und auch bis heute ist sie außer in einigen Erwähnungen und in wenigen Aufsätzen relativ unbeachtet geblieben. Als Heinrich Heine 1844 in Paris Freimaurer wurde, schloss er sich der Loge «Les Trinosophes» an (aus lat. tri = drei und griech. Sophia = Weisheit). Diese Loge hatte in ihrem Wappen drei (scheinbar simple) Grundweisheiten: «Bien penser – bien dire – bien faire». Das heißt soviel wie «Gut denken, gut reden, gut handeln». Eine Aufforderung. Angeordnet in Dreiecksform gehen im Bijou vom Pentagramm (mit «G») im Mittelpunkt Lichtstrahlen aus, welche die kreisförmig umgebenden dunklen Wolken durchbrechen. Das ist der idealisierte «Sieg» des Lichts (der Erkenntnis, der Weisheit) über die Dunkelheit (der Bedrohung, der Unwissenheit).

Zweifelsohne hat Heinrich Heine bei seinem Eintritt in diese Loge über die Allegorie dieser Darstellung nachgedacht. Ob er sich selbst daran gemessen hat? Ob man ihn daran messen kann und darf?

Jens Oberheide versucht das in diesem spannenden Buch.

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